Lietzer Team gewinnt Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad
Nach dem erfolgreichen Abschneiden beim DECHEMAX-Wettbewerb im vergangenen Jahr kann sich das Lietzer Naturwissenschaftler-Team CURIOSITUM erneut über einen großen Erfolg freuen: Beim Regionalwettbewerb der World Robot Olympiad (WRO) in Brake sicherten sich Karsten (Klasse 11) und Lucas (Klasse 9) in der Kategorie „Future Innovators“ den 1. Platz und qualifizierten sich damit für das Deutschlandfinale Ende Juni in Trier.
Innovative Idee für Museen und Ausstellungen
Die World Robot Olympiad ist ein internationaler Wettbewerb für Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 22 Jahren. Unter dem diesjährigen Motto „Robots meet culture“ waren die Teams aufgefordert, kreative technische Lösungen rund um Kunst und Kultur zu entwickeln. Karsten und Lucas entschieden sich nach intensiver Planungsphase für die Entwicklung eines innovativen 3D-Scan-Roboters. Unterstützt und betreut wurden sie dabei von ihrem Lehrer Sebastian Bongarz, der gemeinsam mit Matthias Kugel die MINT-AG der Schule leitet.
Der kompakte Roboter soll Museen und Ausstellungseinrichtungen dabei unterstützen, Objekte vollautomatisch zu digitalisieren und als dreidimensionale Replikate in einer Online-Datenbank zu archivieren. Ergänzend werden QR-Codes erzeugt, die Besucherinnen und Besucher über eine eigens entwickelte App scannen können, um Informationen und digitale Modelle der Ausstellungsstücke in einer persönlichen „Erinnerungsbox“ zu speichern.
Darüber hinaus ermöglicht das System, auch Exponate zugänglich zu machen, die aus Platzgründen oder wegen Restaurierungsarbeiten nicht ausgestellt werden können. Durch die dreidimensionale Darstellung entsteht ein besonders anschauliches und interaktives Museumserlebnis.
Von der Idee zum fertigen Roboter
Von der ersten Idee bis zum fertigen Prototypen investierten Karsten und Lucas viele Stunden Arbeit in ihr Projekt. Mit Hilfe eines CAD-Programms entwarfen sie zunächst Bauteile wie Zahnräder und Halterungen, die anschließend im 3D-Druckverfahren hergestellt wurden. Danach setzten sie den Roboter in sorgfältiger Kleinarbeit zusammen und programmierten sowohl die Steuerung des Scanners als auch die notwendige Software.
Der fertige Roboter bewegt eine Kamera mithilfe batteriebetriebener Motoren horizontal und vertikal um das Objekt herum. Aus den aufgenommenen Bildern wird anschließend am Computer ein detailliertes 3D-Modell erstellt. Zusätzlich entwickelten die beiden Schüler sowohl eine Desktop-Anwendung für Museen als auch eine mobile App für Besucherinnen und Besucher.
Auch wirtschaftliche Aspekte bezogen die beiden Nachwuchsforscher in ihr Projekt ein: Sie erarbeiteten einen Businessplan, analysierten Produktionskosten, Ressourcenbedarf sowie mögliche Partner und Absatzmärkte.
Erfolgreicher Auftritt in Brake
Mit ihrem sorgfältig vorbereiteten Projekt traten Karsten und Lucas schließlich am 8. Mai beim Regionalwettbewerb am Gymnasium Brake gegen drei weitere Teams an. Dort überzeugten sie die Jury nicht nur mit ihrem funktionierenden Roboter, sondern auch mit ihrer souveränen Präsentation und ihren fachkundigen Antworten auf die Fragen der Jurymitglieder.
Unter großem Applaus wurde Team CURIOSITUM am Ende als Sieger des Wettbewerbs ausgezeichnet.
Blick auf das Deutschlandfinale
Nun richtet sich der Blick auf das Deutschlandfinale in Trier. Dort treten die Lietzer gegen die besten Teams aus ganz Deutschland an. Bis dahin bleibt noch Zeit, letzte Optimierungen am Roboter vorzunehmen. Die Gewinner des Bundesfinales qualifizieren sich anschließend für das Europafinale in Kroatien sowie das Weltfinale in Puerto Rico.
