Zehn Tage lang setzten sich die Schüler*innen der sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Gymnasien intensiv mit einem von vier übergeordneten Themen auseinander: „Demokratie braucht Religion!?“, „Verrückt – Normal“, „Mental Health!?“ und „Erinnerungskultur“. Die Fragestellungen und Präsentationsformen waren dabei so vielfältig wie die Perspektiven der Lernenden.

So untersuchte Jule, wie eine Demokratie mit dem Konflikt zwischen Religions- und Meinungsfreiheit umgeht, während Fritz in einem Podcast der Frage nachging, ob Religion den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärkt oder Konflikte schürt. Im Themenblock „Verrückt – Normal“ verfolgte Minou einen feministischen Ansatz und analysierte historische Hysterie-Konzepte in der Literatur. Janine und Michelle beleuchteten in einer Podiumsdiskussion, ob die mentale Gesundheit von Schüler*innen stärker durch Schule oder Social Media belastet wird. Zum Thema „Erinnerungskultur“ erforschte Lena-Lisa, wie sich die Bedeutung von Auschwitz über die Generationen verändert hat, und Franziska erklärte in einem Video die transgenerationale Weitergabe von Traumata bei Holocaust-Überlebenden.

Das flexible Arbeiten kam bei den Schüler*innen gut an: „Dass ich mir die Zeit selbst einteilen und viel von zu Hause aus arbeiten konnte, war sehr entspannt“, so Janec. Beim Abschluss im Lernatelier präsentierten alle Gruppen ihre Ergebnisse – begleitet von alkoholfreiem Sekt und Orangensaft.

Auch für die Lehrkräfte ist „Pulsar“ eine Herausforderung, wie Sr. Kleist betont: „Ein Pulsar ist für uns sehr vorbereitungsintensiv, da die Themen außerhalb des Lehrplans liegen.“ Dennoch steht das Kollegium voll hinter dem Konzept – denn es fördert nicht nur Fachwissen, sondern auch Kreativität, Eigenverantwortung und gesellschaftliches Bewusstsein.