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    Internat Zinzendorfschulen - Politik-Workshop zu Mitspracherechten

    Die Berufsfachschüler der Internate Zinzendorfschulen bekamen 11 Tage vor dem Jugendforum am 28. März, zu dem die Gemeinde Königsfeld ihre jungen Bewohner eingeladen hat, die Gelegenheit, politische Zusammenhänge durch eine fiktive Gemeinderatssitzung hautnah zu erleben.

    Was macht eine Gemeinde für Jugendliche attraktiv? Nachdem sie im Zusammenhang mit dem LEADER-Projekt „Zukunft junger Menschen im Südschwarzwald“ an einem Politik-Workshop teilgenommen hatten, waren sich die Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Berufsfachschule der Zinzendorfschulen in vielen Punkten einig: Mitspracherecht, Freizeitangebote und Treffpunkte waren die Aspekte, die immer wieder genannt wurden.

    Die Rolle der Bürgermeisterin hatte eine Schülerin übernommen, die sich vor dieser Sitzung vom echten Bürgermeister in die Gepflogenheiten dieses demokratischen Instrumentes einweisen ließ. Die Tagesordnung war typisch für einen kleinen Ort im ländlichen Raum: Das Schwimmbad schreibt rote Zahlen, die Gemeinderäte müssen sich entscheiden, ob deshalb der Eintritt erhöht wird. Außerdem muss ein Platz für eine neue Seniorenwohnanlage und eine Skateboardanlage gefunden und die kostspielige Verschönerung einer Straße diskutiert werden. Nach anfänglichem Zögern warfen die Schülerinnen und Schüler bei den verschiedenen Punkten immer mehr interessante Diskussionspunkte in die Runde und je länger die fiktive Gemeinderatssitzung dauerte, desto engagierter wurde diskutiert.

    Die Erhöhung des Eintrittspreises für das Schwimmbad könne sich als kontraproduktiv erweisen, weil zu befürchten ist, dass bei höherem Eintritt weniger Besucher kommen. Besser sei da, mit gezielten Events ein Plus zu erwirtschaften. Dieser Vorschlag kam gut an und wurde einstimmig angenommen. Bei der Skater-Anlage argumentierte eine Schülerin gegen den Plan, sie auf dem Schulhof anzulegen: „Die Schule ist zum lernen da“, meinte sie, außerdem wäre eine solche Anlage zu laut. Auch in die Lebenssituation älterer Menschen konnten sich die Berufsfachschüler gut einfühlen: Senioren sollten gute Einkaufs- und Erholungsmöglichkeiten sowie eine Kirche in der Nähe haben, die Nachbarschaft zu einem Bolzplatz sei eher ungeeignet.

    In der abschließenden Diskussion meinten einige, es sei schwierig gewesen, sich in eine Gemeinde hineinzudenken, die sie gar nicht kennen. Manche fanden die Themen „nicht so interessant“, andere dagegen sehr realistisch. Obwohl einige Schüler davon überzeugt sind, dass die meisten jungen Menschen kein so großes Interesse an Politik haben, wurde es von Anderen schon zu Beginn des Workshops auf den Punkt gebracht: „Wenn Jugendliche besser zusammenhalten, steigt die Lebensqualität.“ Ein guter Ansatz dazu ist das Jugendforum am 28. März, von 9 Uhr bis 15.30 Uhr. Wer teilnehmen möchte, kann sich dafür sogar vom Unterricht befreien lassen.

     

     

     

     

    Internat Zinzendorfschulen: Fiktive Gemeinderatssitzung